Eine „Wolga“, amely „Sirály“ akart lenni

Mitte der 1980er-Jahre begann die sogenannte „Perestroika“, die eine umfassende Umstrukturierung des sowjetischen politischen und wirtschaftlichen Regierungsmodells einleitete. Dieser bedeutende Prozess in der Geschichte der UdSSR wirkte sich auf alle Bereiche aus, darunter auch auf die Entwicklung der Automobilindustrie. So wurden in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre die in Serie gefertigten Pkw aller Unternehmen endgültig durch moderne Modelle mit ansprechender zweivolumiger Karosserie und Frontantrieb ersetzt piese auto online.

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Bei repräsentativen Limousinen erwies sich eine solche Entscheidung jedoch als nicht so einfach umzusetzen. Zu dieser Zeit wurden im Land nur zwei solcher Fahrzeuge hergestellt: der ZIL-4104 und der GAZ-14 „Tschaika“. Ersterer wurde in Handarbeit und in sehr geringer Stückzahl für hochrangige Beamte gefertigt. Der zweite hingegen geriet im Zuge der neuen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen ins Visier der Öffentlichkeit, und 1988 wurde seine Produktion auf persönlichen Befehl des Generalsekretärs der KPdSU, Michail Gorbatschow, eingestellt. Obwohl diese Entscheidung einstimmig befürwortet wurde, erwies sie sich als überhastet, und schon bald entstand der Bedarf, einen gleichwertigen Ersatz für den „Tschaika“ zu finden.

Gleichzeitig boten Spezialisten des Wissenschaftlichen Instituts für Automobil- und Motorenforschung (NAMI) in Moskau eine interessante Lösung für dieses Problem an, die keine großen Investitionen erforderte, da sie mit der Entwicklung eines Regierungsfahrzeugs auf Basis des Serienmodells GAZ-3102 „Wolga“ verbunden war. Der erste und einzige funktionsfähige Prototyp dieses Programms wurde 1988 auf der Sowjetischen Automobilausstellung in Moskau der Öffentlichkeit präsentiert. Das Erscheinungsbild der Limousine ist trotz der deutlichen Modernisierung noch immer erkennbar. Die Frontpartie zeichnet sich durch eine aerodynamischere Form, neue Scheinwerfer, einen anderen Kühlergrill und einen Kunststoffstoßfänger aus. Am Heck wurde die Karosserie stärker verändert: Das Dach wurde leicht verlängert, und die Heckscheibe verläuft nahezu senkrecht. Diese Lösung verleiht dem Fahrzeug eine imposantere Silhouette, die der einiger damals aktueller amerikanischer Limousinen ähnelt. Der hintere Stoßfänger wurde durch einen Kunststoffstoßfänger ersetzt, dessen Form dem vorderen ähnelt, die Rückleuchten der Serienversion blieben jedoch erhalten.

Das Projekt wurde leider als Fehlschlag erklärt und seine Weiterentwicklung eingestellt. 1995 unternahm NAMI jedoch einen neuen Versuch, ein ähnliches Fahrzeug zu entwickeln, das ebenfalls auf dem Wolga basierte. Die Basis bildete der GAZ-31029 mit verlängertem Radstand und einem ähnlichen Design mit vertikaler Heckscheibe. Dieser Prototyp, der Wolga Cortege, wurde nur in geringer Stückzahl gefertigt. Im selben Jahr präsentierte NAMI eine weitere, noch ungewöhnlichere Modernisierung namens Wolga Prestige, die dem britischen Jaguar X-Type ähnelte.

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Bei repräsentativen Limousinen erwies sich eine solche Entscheidung jedoch als nicht so einfach umzusetzen

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